Eine im Alter oder durch Krankheit zunehmende Sehschwäche kann ein echtes Problem werden, vor allem dann, wenn man gerne und viel liest. Denn nicht immer kann man die nachlassende Sehkraft mit einer Brille oder Kontaktlinsen dauerhaft ausgleichen. Wer beruflich viel mit Fachliteratur zu tun hat oder in seiner Freizeit gerne liest, leidet besonders. Hörbücher können da eine Lösung sein. Denn nicht jede Sehschwäche kann mit einer immer wieder neu angepassten Brille ausgeglichen werden. Mit Leselupe oder den sprichwörtlichen Glasbausteinen auf der Nase ist Lesen aber einfach unangenehm.

Hörbücher in digitaler FormVom Rundfunk über den Kulturkanal bis hin zur CD

Das Radio galt einmal als Informationsmedium und war weniger unterhaltsam als heute. Die kulturellen Sender wie Deutschlandfunk und ähnliches bieten immer noch ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl literarische Lesungen als auch wissenschaftliche Themen behandelt.

Hörbücher sind inzwischen auch als CD erhältlich. In den letzten Jahren erfreuen sich Hörbücher immer größerer Beliebtheit, und von Kinderbüchern über die Bestseller der Erwachsenen im Bereich Belletristik bis hin zu Ratgeber- und Fachliteratur wird inzwischen so ziemlich alles eingesprochen. Oft lesen die Autoren und Autorinnen selbst, aber auch die Prominenz aus Radio und Fernsehen ist bisweilen als Sprecher oder Sprecherin zu hören. Die Stimmen sind in der Regel angenehm, es wird Wert auf deutliches, gut intoniertes und leicht verständliches Lesen gelegt. Zudem sind Hörbücher auch wirklich praktisch: Unterwegs im Auto, beim Kochen, an der Bushaltestelle oder in der Badewanne, beim Hausputz oder abends beim Einschlafen kann man die Literatur für die Ohren nutzen.

Hörbücher in digitalen Formaten

Viele Bücher werden allerdings nur einmal gelesen und landen danach entweder auf dem Flohmarkt oder im Altpapier. Bei Hörbüchern ist das ähnlich: Wenige gute hört man vielleicht immer wieder, aber die meisten werden einmal gehört und dann nicht wieder. Sich dafür einen ganzen Stapel CDs zuzulegen ist eigentlich Unfug. Hörbücher können heutzutage ganz einfach als digitale Formate im Download erworben werden. Monatliche Abonnements bei Anbietern wie Audible ermöglichen zu einem Festpreis freie Auswahl unter Millionen Titeln. Hier findet man dann auch viel fachlich relevante Literatur, die der beruflichen Fortbildung, der Forschung und der Lehre dienen kann. Es werden wirklich alle Themen abgedeckt.

„Gibt es nicht“ gibt es nicht.

Falls es wirklich einmal ein Werk nicht als Hörbuch gibt, hilft die Technik. Denn moderne Computer und mobile Endgeräte sind in der Lage, geschriebenen Text vorzulesen. Diese Funktion ist recht gut in den Einstellungen (Punkt Bedienhilfen) versteckt, soll Personen mit körperlichen Einschränkungen aber den Alltag erleichtern. Bei Microsoft geht das ganz einfach über die Einstellungen in der Sprachausgabe. Und das funktioniert tatsächlich, denn die meisten E-Book Formate können über diese Software ebenfalls vorgelesen werden. So wird das Smartphone oder der Tablet-PC zum privaten Lernassistenten. Das entsprechende Lesematerial findet man in allen gut sortierten Buchhandlungen online.

Übrigens gibt es auch Bibliotheken, die die Ausleihe von Literatur für sehbehinderte, blinde und sehschwache Menschen ermöglichen. Die Bücher liegen im Großdruck, als E-Book Format und/oder als Hörbuch vor und können einfach ausgeliehen werden. Passend dazu wurde ein spezielles Abspielgerät für digitale Hörbücher und CDs entwickelt, das in der Bedienung den Bedürfnissen sehschwacher und blinder Menschen entgegenkommt. Denn die Bedienung eines handelsüblichen MP3-Players kann manchmal schon ein Problem sein, wenn man lediglich eine mittelstarke Brille benötigt.

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Uwe MaternÜber den Autor
Uwe Matern ist Gründer der DIGITALES GmbH. Auf dem Portal connect45plus.de  gibt er jede Menge kostenfreie Tipps für digitale Einsteiger und beantwortet Fragen zum digitalen Alltag. Parallel ist er mit Digitales für Unternehmen als Digital-Berater für kleine und mittelständische Unternehmen aktiv. Seit Frühjahr 2017 betreibt er mit seiner Partnerin das neue Vermittlungsportal für Kunstkurse aller Art: FINDE DEINEN MALKURS.