SSD ist die Abkürzung für „Solid State Drive“ (dt. etwa: Halbleiterlaufwerk). Sie bezeichnet in der Computertechnik ein elektronisches nichtflüchtiges Speichermedium. 

Ein SSD-Laufwerk wird meistens auf einer PC-Steckkarte untergebracht, die Standardgrößen entsprechen den Dimensionen der 1,8-, 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatte. Auch die elektrischen Anschlüsse orientieren sich an denen der optischen oder magnetischen Laufwerke. Über eine genormte SATA-Schnittstelle ist das SSD-Laufwerk mit dem Computer verbunden.

Die englische Bezeichnung „Drive“ (Laufwerk) weist auf die Verwendung dieses Speichermediums als Festplattenersatz hin. Im Gegensatz zu anderen Laufwerken enthält ein Halbleiterlaufwerk keine mechanisch beweglichen Teile wie etwa Antriebsmotoren und Laufwerksköpfe. Ähnlich wie ein USB-Speicherstick behält ein SSD-Laufwerk die Daten auch wenn der Strom ausgeschaltet ist. Diese Eigenschaften bieten gegenüber anderen Speichermedien drei entscheidende Vorteile:

  • Geringerer Stromverbrauch
  • Schneller Datenzugriff
  • Höhere Zuverlässigkeit

Der geringe Stromverbrauch begünstigt die Verwendung von SSD-Laufwerken in tragbaren Computern. Da für Motoren oder Schreibköpfe kein Strom benötigt wird, verbrauchen SSD-Laufwerke deutlich weniger Energie. Weil keine Festplatte hochgefahren oder Leseköpfe positioniert werden müssen, ist die Arbeitsgeschwindigkeit von SSD-Laufwerken sehr viel höher als bei optischen oder magnetischen Speichermedien.

Auch die Zuverlässigkeit ist ein Schlüsselfaktor für die Benutzung von Halbleiterlaufwerken. Während selbst kleinste Erschütterungen manchmal genügen, eine Festplatte zu beschädigen, hält ein SSD-Laufwerk sogar manchem Aufprall stand. Moderne Notebooks mit SSD-Laufwerken haben heute eine durchschnittliche Speicherkapazität von 250 bis 500 GB, diese wird sich den höheren Kapazitäten von Desktop-Computern sicher noch weiter angleichen.

Obwohl in den letzten Jahren SSD-Laufwerke deutlich preiswerte wurden, liegt der Preis immer noch deutlich über dem der anderen Speichermedien. Halbleiterlaufwerke haben außerdem einen bedeutenden Nachteil: ihre begrenzte Lebensdauer. Nach einer bestimmten Anzahl von Schreibzyklen werden die Speicherzellen unbrauchbar. Allerdings liegt die Lebensdauer der Laufwerke immer noch deutlich über der eines durchschnittlichen Computersystems.

(Stand: Oktober 2014)

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