Als Mobilfunk wird der Betrieb beweglicher nicht ortsgebundener Funkgeräte bezeichnet.

Diese Funkgeräte sind in den meisten Fällen Mobiltelefone, dazu zählen aber auch in Fahrzeuge eingebaute Funkgeräte (Beispiel: Taxifunk), Geräte zur mobilen Datenerfassung, Funkgeräte für die See- und Schifffahrt, mobile Messgeräte und Geräte für den Amateurfunk.

Die technische Infrastruktur für die Übertragung von Mobilfunksignalen besteht aus Landfunknetzen und satellitengestützten Netzen. Das Mobilfunknetz besteht aus dem Mobilvermittlungsnetz (auch Kernnetz) und dem Zugangsnetz.

Im Mobilvermittlungsnetz findet die Übertragung der Signale zwischen den ortsfesten Plattformen und den Einrichtungen des Mobilfunknetzes statt. Das Zugangsnetz dient der Übertragung der Signale zwischen der Mobilfunkantenne und dem Mobiltelefon. Allein in Deutschland gab es 2014 etwa 116 Millionen Mobilfunkanschlüsse, weltweit sind es fast 7 Milliarden.

In Deutschland existieren zurzeit vier Mobilfunknetze. Zu den älteren Netzwerken gehören das D- und E-Netz, die seit 1991 bzw. 1993 online sind.

Die Netze beruhen auf dem GSM (Global System for Mobile Communications), einem weltweiten Standard für volldigitale Funknetze und sind auf die Sprachübertragung ausgerichtet. Mitte der 90er-Jahre wurde die digitale Datenübertragung immer wichtiger, was zur Einführung von GPRS (General Packet Radio Service), einem paketorientierten Funkdienst führte.

Ein weiterer Kapazitätsanstieg durch die Einführung der Smartphones sowie die Übermittlung von Multimediadaten führten zum Aufbau datenoptimierter 3G-Netze (3G = 3. Generation). Zu den wichtigsten 3G-Standards gehören UMTS (Universal Mobile Telecommunications System, ab 2003) und LTE (Long Term Evolution, ab 2011).

Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) hat sich der umfassenden Information rund um das Thema Mobilfunk verschrieben. Sehen Sie hier ein Erklärvideo, welches anschaulich die Zusammenhänge der Mobilfunktechnik erklärt.

(Quelle: statista.org)

(Stand: September 2014)

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