Mit dem Aufkommen der E-Mail wurde im Internet ein Standard benötigt, der die Übertragung der elektronischen Nachrichten vom E-Mail-Server des Anbieters auf den lokalen Computer regelt. Ein solche Vorschrift wird E-Mail-Protokoll genannt.

Zunächst landen die E-Mails im elektronischen Postfach eines Benutzers das ihm der Internet-Anbieter zur Verfügung stellt. Mit einem E-Mail-Programm kann der Benutzer auf den E-Mail-Server zugreifen, um zu sehen, ob neue Nachrichten eingetroffen sind. Dieser Zugriff wird zurzeit von zwei alternativen Protokollen geregelt.

Das IMAP-Protokoll (Internet Message Access Protocol) gilt als Weiterentwicklung des POP-Protokolls. Es regelt die Kommunikation zwischen dem E-Mail-Client (lokales Programm zur E-Mail Verwaltung) und dem E-Mail-Server. Mit diesem Protokoll kann das Client-Programm nicht nur E-Mails abrufen, sondern online auch Nachrichten löschen oder deren Status ändern. Das Protokoll eignet sich außerdem zum Verwalten mehrere E-Mail-Konten auf einem Computer.

Das Post Office Protocol (POP) ist ein älteres Protokoll zum Übertragen von E-Mails vom E-Mail-Server zum lokalen Computer. Eingehende Nachrichten werden auf einem POP-Server so lange gespeichert, bis der Benutzer sie herunterlädt. Die aktuelle Ausgabe des Protokolls ist die Version 3.

Die Besonderheit von POP3 ist die Tatsache, dass von einem Gerät eines Benutzers heruntergeladene E-Mails für ein weiteres Gerät des Benutzers nicht mehr zugänglich sind.

Aus diesen Gründen empfiehlt sich aktuell die Verwendung des IMAP-Protokolls.

(Stand: Juli 2014)

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