HDMI ist die Abkürzung für „High Definition Multimedia Interface“ und bezeichnet eine Schnittstelle für digitale Bild- und Tonübertragung in der Unterhaltungselektronik.

Die Version 1.0 wurde 2003 von einem Industrie-Konsortium als Weiterentwicklung des DVI- und Scart-Standards entwickelt. Der von Intel entworfene Kopierschutz HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) soll verhindern, dass das Video- und Audiosignal bei der Übertragung zwischen Sender und Empfänger abgegriffen werden kann.

Alle modernen TV-Geräte und AV-Receiver und Abspielgeräte (Player) verfügen über mindestens einen HDMI-Anschluss. HDMI verwendet ein 19-poliges Kabel, das über einen Standardstecker auch Mini- und Makrostecker angeschlossen werden kann. Das Kabel kann bis zu 7,50 Meter lang sein. Im April 2014 erschien der erste von Panasonic entwickelte Blu Ray Player mit HDMI-Standard 2.0.

Während HDMI 1.0 mit einer Übertragungsrate von 3,96 GBit/s (Gigabit pro Sekunde) arbeitete, sind es bei der Version 2.0 bereits 14,4 GBit/s. Damit können Audio- und Videodaten mit einer 4K-Auflösung (4096 x 2304 Pixel) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und 32 Audiokanäle gleichzeitig übertragen werden.

Seit 2009 gibt es mit der Wireless HD-Allianz ein Konsortium namhafter Unternehmen, deren Ziel es ist, dass drahtgebundene HDMI durch eine drahtlose Variante zu ersetzen. Die hochauflösenden TV-Bilder und der Mehrkanalton werden dabei mit hoher Geschwindigkeit über eine Entfernung von bis zu 30 Metern übertragen.

(Stand: August 2014)