Der Begriff Datenschutz entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich war damit der Schutz von Daten vor Verlust, Diebstahl oder Manipulation gemeint.

Spätestens seit Beginn des 21. Jahrhunderts kam der Schutz des Individuums vor Daten- und Identitätsdiebstahl sowie das Recht auf informelle Selbstbestimmung hinzu. Besonders seit dem Aufkommen der Sozialen Netzwerke wurde klar, dass die Benutzer von Twitter, Google, Facebook und Co. dort viele persönliche Daten preisgeben.

Hinzu kommt, dass amerikanische, britische und andere Geheimdienste das Internet, die Mobilfunknetze und die E-Mail ohne richterliche Erlaubnis flächendeckend überwachen. Zusammen mit den Daten der Videoüberwachung und den Daten der elektronischen Zahlungsmittel lassen sich von jedem Menschen Persönlichkeits- und Bewegungsprofile erstellen, die mit dem Schutz der Privatsphäre nicht vereinbar sind.

Um die Benutzer davor zu schützen, entstand die Diskussion um eine geschützte Privatsphäre. Jeder Nutzer des Internets soll selbst entscheiden können, wem und wann er seine persönlichen Daten zur Verfügung stellt.

Ziel ist es außerdem, durch einen wirksamen Datenschutz, in unserer vernetzten Informationsgesellschaft, der Tendenz zum gläsernen Menschen und den ausufernden staatlichen Überwachungsmaßnahmen entgegenzuwirken.

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